Psychotherapie

how do we know when a therapy has gone far enough?
when the patient is happy to be alive

(J. Lacan, maybe) 

Wann wissen wir, dass die Therapie weit genug gegangen ist? 
Wenn der patient froh ist, am Leben zu sein. 

(J. Lacan, angeblich)

psychotherapie ist ein wissenschaftlich fundiertes verfahren zur behandlung von psychischen leiden oder krisenhaften zuständen. die psychoanalytische Psychotherapie ist eine von zahlreichen in österreich anerkannten therapierichtungen (mehr hier). 

wenn sie das gefühl haben, eine psychotherapie zu brauchen, ist es sinnvoll, ein gespräch zu vereinbaren und anzufangen.  

hier habe ich ein wenig über meinen zugang zur (psychoanalytischen) psychotherapie geschrieben. bitte lesen sie das nicht als allgemeingültige wahrheit oder notwendige theorie. es ist nur ein kurzer abriss davon, wie ich meine arbeit sehe. 

im psychoanalytischen arbeiten steht das unbewusste im vordergrund. es zeigt sich im symtpom und bringt die klient*in dazu, eine therapeut*in aufzusuchen, vielleicht aus dem gefühl heraus, dass irgendetwas nicht stimmt. dass das leben entweder fest steckt oder aber so überwältigend ist, dass es kaum auszuhalten ist. diese symptomatische krise kann sich auch in einer medizinischen (das heißt psychiatrischen) kategorie ausdrücken:  depression, burnout, panikstörung, persönlichkeitsstörung, psychotische episode etc., das muss aber nicht so sein.

im psychoanalytischen arbeiten* geht es dann weniger um diese medizinischen kategorien als um das, was sich im (freien) sprechen zeigt. das unbewusste wird hier früher oder später zur sprache kommen, und zwar nicht direkt, sondern als effekt: etwas, das zwischen sprecher*in und analytischem zuhörer sich ereignen kann. möglicherweise wird die klient*in spüren, dass etwas in ihr berührt wird, dass sich im sprechen etwas wiederholt, was ihr immer wieder begegnet und sie immer wieder zu fall bringt im leben. das ist das symptom.

im laufe des therapeutischen sprechens kann auf seiten der klient*in ein gefühl dafür entstehen, was sie mit diesem gefundenen symptom anstellen kann, wenn sie es schon nicht auslöschen oder "wegtherapieren lassen" kann. das heißt aber nicht, dass sich das leben nicht wesentlich aufhellen, erheitern, wenden kann, wenn das freie sprechen in gang gekommen ist. es bedeutet aber die erkenntnis, dass sich im symptom womöglich etwas zutiefst individuelles, uns wesentliches meldet. ob es sich ZU WORT melden kann, oder als unerträglicher spannungszustand irgendwo im körper bleibt, ist eine der fragen, die sich im laufe der analytischen arbeit stellen.

wenn das unbewusste zu wort kommt, erkennen wir, dass das wort nie ganz stimmt. dann fällt uns ein anderes wort ein, und es setzt sich ein sprechen in gang, das das symptom, das im körper sitzt, umkreist und möglicherweise neu einbaut. ob und wann das sprechen zu einem ende kommt, ist die sache der klient*in. das ist zumeist nicht der fall, wenn eine bestimmte "ursache" für ein symtpom gefunden wurde (die eine ursache gibt es wahrscheinlich nicht), sondern wenn sich das symtpom derart verändert hat, dass sie möglichst gut damit leben kann.

*psychoanalytische psychotherapie und psychoanalyse sind nicht synonym, aber auch nicht trennscharf voneinander abzugrenzen. während der begriff der psychoanalytischen psychotherapie eher den unterstützenden, womöglich heilenden moment hervorhebt, bedeutet psychoanalyse zu aller erst eine (selbst)erfahrung mit dem unbewussten, die immer auch verunsicherung bedeutet. tatsächlich sind in der psychoanalytischen arbeit immer beide aspekte enthalten: das in frage stellen von fixierungen und gewissheiten sowie das suchen und (re)konstruieren von neuen räumen und lebensweisen.

sie können gerne hier ein unverbindliches erstgespräch vereinbaren.